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Epilepsie-Schulung

MOSES

Modulares Schulungsprogramm für Menschen mit Epilepsie

Für Menschen mit Epilepsie ab 16 Jahren sowie deren Angehörige und Bezugspersonen — Wissen für den Umgang mit der Erkrankung, um zu Expert:innen der eigenen Epilepsie zu werden.

Was bedeutet MOSES?

Interaktiv & modular.

Themen und Fragen aus dem Alltag von Menschen mit Epilepsie werden gemeinsam erarbeitet.

INTERAKTIV

… bedeutet, dass die Themen und Fragen aus dem Alltag von Menschen mit Epilepsie im gemeinsamen Gespräch diskutiert und geklärt werden.

MODULAR

… bedeutet, dass in der Schulung verschiedene Themen Schritt für Schritt erarbeitet werden.

Die Idee

Stärke im Umgang mit der Erkrankung.

MOSES wurde Ende der 1990er Jahre von Expertinnen und Experten aus Behandlung, Beratung und Selbsthilfe erarbeitet. Entstanden ist ein Schulungsprogramm, das Menschen mit Epilepsie im Umgang mit der Erkrankung stärkt und zum offenen Umgang mit Epilepsie beiträgt.

Menschen mit Epilepsie können:

  • Wissen über Epilepsien erwerben und die Auswirkungen der Krankheit verstehen sowie diagnostische und therapeutische Maßnahmen kennenlernen
  • Verständnis für psychosoziale Fragen und Aspekte entwickeln
  • Profi der eigenen Krankheit werden und sie aktiv bewältigen
  • den Alltag mit möglichst wenig Einschränkungen leben
Die Schulung

Kleine Gruppen, echter Austausch.

Eine MOSES-Schulung findet in kleinen Gruppen von ca. 7 bis maximal 12 Personen statt. Die Inhalte nehmen Bezug auf das tägliche Leben von Menschen mit Epilepsie und auf häufig auftretende Fragen, Sorgen und Befürchtungen.

Es geht um mehr als reine Faktenvermittlung: Mit der Schulungsgruppe und den zwei MOSES-Trainer:innen kann man sich jederzeit austauschen, Fragen stellen und diskutieren — auch persönliche Angelegenheiten. Genau dieser aktive und vertrauensvolle Austausch ist ein großer Vorteil von MOSES.

Trainer:innen

Die MOSES-Schulung wird von zwei ausgebildeten Trainer:innen durchgeführt:

OA Priv.-Doz. Dr.in Julia Höfler
Neurologin & Epileptologin, Salzburger Landesklinik
Tanja Doritsch
Epilepsiefachberaterin am Institut für Epilepsie

Sie vermitteln die Informationen transparent und verständlich, schaffen eine Lernatmosphäre für aktives Mitdenken und Mitarbeiten und fördern den Erfahrungsaustausch in der Gruppe.

9 Themenschwerpunkte.

MOSES umfasst neun Themen, die Schritt für Schritt gemeinsam erarbeitet werden.

1

Leben mit Epilepsie

Durch die Krankheit ausgelöste Gefühle wahrnehmen, sich darüber austauschen und Wege zur besseren Bewältigung der Epilepsie kennenlernen.

2

Epidemiologie

Informationen zur Häufigkeit und Verbreitung von Epilepsien erhalten und über Biografien von Menschen mit Epilepsie sprechen.

3

Basiswissen

Über Kernfragen reden: Wie entstehen epileptische Anfälle? Welche Anfallsarten gibt es? Was sind Ursachen für epileptische Anfälle?

4

Diagnostik

Untersuchungsmethoden und diagnostische Maßnahmen verstehen und sich austauschen: Warum sind genaue Anfallsbeschreibungen so wichtig?

5

Therapie

Therapiemöglichkeiten unterscheiden, über medikamentöse Behandlung sprechen und warum die aktive Mitarbeit an der Behandlung so wichtig ist.

6

(Mein) Umgang mit Anfällen

Überlegen, ob sich das Auftreten epileptischer Anfälle durch Selbstbeobachtung und Selbst-Handeln beeinflussen lässt.

7

Prognose

Den unterschiedlichen Verlauf von Epilepsien verstehen: Was, wenn keine völlige Anfallsfreiheit erreicht wird?

8

Psychosoziale Aspekte

Über Lebensgefühl, Alltag, Selbstwert und soziale Kontakte austauschen — Infos zu Fahreignung, Beruf, Rehabilitation, Schwerbehindertenrecht.

9

Netzwerk Epilepsie

Kontaktadressen rund um das Thema Epilepsie.

Kosten

Für Teilnehmer:innen kostenlos.

Die Schulung wird vom Gesundheitsfonds Steiermark finanziert und ist für Teilnehmer:innen daher kostenlos. Ein Arbeitsbuch wird zur Verfügung gestellt, und auch für Verpflegung ist an beiden Schulungstagen gesorgt.

Sie sind an der Schulung interessiert, haben aber noch Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

gefördert durch: